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„Schadstoffarmes Bauen“ – mit den richtigen Dämmstoffen ganz einfach

Im Baugewerbe gewinnt das „Schadstoffarme Bauen“ zunehmend an Bedeutung. Das gilt für den privaten Haus- und Wohnungsbau ebenso wie für den Bau von Büros, Gewerbeflächen und öffentlichen Einrichtungen. Branchenkenner reden von einem regelrechten „Trend“ zur schadstoffarmen Bauweise. Eine Reihe der am Markt vorherrschenden Isolierungskonzepte sind zwar auf eine hohe Energieeffizienz ausgelegt und sorgen dafür, dass möglichst viel der eingesetzten Energie in den Wohn- und Arbeitsräumen verbleibt. Da sich einige der verwendeten Materialien jedoch häufig nicht an den Vorgaben für schadstoffarmes Bauen orientieren, bedeutet dies, dass auch Schadstoffe in den Raum eingebracht werden und ebenfalls dort verbleiben.

Vor dem Hintergrund, dass wir den größten Teil unseres Lebens in Innenräumen verbringen, ist diese Situation besonders heikel. Ganz wesentlich beim Bau und Betreiben von Gebäuden ist deshalb, dass für Gebäudenutzer keinerlei Gesundheitsrisiken durch Schadstoffe entsteht. Besonders relevant für Arbeitgeber: Raumhygiene und Behaglichkeit können das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Menschen fördern. Dies bietet neben wirtschaftlichen Vorteilen insbesondere den großen Pluspunkt, dass in schadstoffarmen Bürogebäuden ein vergleichsweise niedrigerer Krankenstand verzeichnet wird. Die Verwendung und Verarbeitung von schadstoffarmen Baustoffen ist außerdem Grundvoraussetzung für die Vorbeugung von Allergien und somit den Erhalt von Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit.

Schadstofffreiheit im Fokus von Planern und Auftraggebern

Rechtliche Vorgaben wie die Europäische Bauproduktenverordnung und Zertifizierungen wie BNB, DGNB, Sentinel Haus Institut oder Minergie-Eco unterstützen das Thema Schadstofffreiheit zusätzlich. Bei Neubauten ist es grundsätzlich von Vorteil, wenn die Einhaltung raumhygienischer Parameter bereits zum Zeitpunkt der Ausschreibung bzw. Auftragserteilung vom Auftraggeber definiert und bei der Übergabe des Gebäudes überprüft werden. Für Planer bedeutet das: Der Fokus bei der Projektentwicklung sollte darauf gerichtet sein, den Schadstoffeintrag im Objekt von Anfang an nach Möglichkeit auszuschließen. Die nachträgliche Beseitigung bereits eingebrachter Schadstoffe ins Gebäude ist in der Regel zeitaufwändig und teuer.

Insbesondere bei Nichtwohngebäuden mit Lüftungsanlage schlägt die gezielte Entscheidung für schafstofffreies Bauen zu Buche. Dabei wird gem. DIN EN 15251 „Lüftung von Nichtwohngebäuden“ die Schadstoffbilanz des Gesamtgebäudes zugrunde gelegt. Gelingt es, die definierten Anforderungen „schadstoffarm“ oder „sehr schadstoffarm bereits in der Planung der Lüftungsanlage zu berücksichtigen “, kann die Anlage entsprechend kleiner ausgelegt werden. Das daraus resultierende Kosteneinsparpotenzial für das Gebäude ist zum Teil erheblich.

Kaimann – schadstoffarme Isolierungskomponenten von Haus aus

Die Europäische Gesellschaft für gesundes Bauen und Innenraumhygiene (EGGBI) hat zusätzlich zu den bisherigen Messwerten – den flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) und Formaldehyd – weitere Kriterien definiert, anhand derer Baustoffe als schadstoffarm deklariert werden können. Die Kaiflex Dämmstoffe tragen diesen Kriterien Rechnung. Die folgende Aufstellung gibt eine Übersicht, welche Kriterien unsere Dämmstoffe erfüllen bzw. warum sie für schadstoffarmes Bauen geeignet sind.

 

Grundsätzliche Prüfanforderungen

Kaiflex Dämmstoffe / Zubehör

Formaldehyd

Formaldehyd wird bei Zimmertemperatur gasförmig ist ein stechend riechender Stoff. Bei anhaltender Aufnahme über die Atemluft können Beschwerden wie Allergien, Reizungen von Augen, Atemwegen oder Haut sowie Kopfschmerzen und Müdigkeit auftreten. Seit 2014 ist der Stoff zudem als krebserzeugend eingestuft worden. Hauptanwendungsbereiche im Baubereich sind Anstrichstoffe, Klebstoffe und faserige Dämmstoffe.

Kaiflex Kautschuk-Dämmstoffe sind frei von Formaldehyd.

Volatile Organic Compounds (VOC)

VOC sind flüchtige organische Verbindungen, welche schon bei niedrigen Temperaturen gasförmig werden. Sie verursachen Reizungen der Schleimhäute, Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit und im schlimmsten Fall Organschäden. Hauptanwendungsgebiete im Baubereich sind Anstrichstoffe, Klebstoffe, Abbeizmittel und Verdünner.

Kaiflex Klebstoffe sind frei von VOC und optimal auf die Kaiflex Dämmstoffe abgestimmt.

Schimmelpilze und deren Sporen / Gase (Mycotic Volatile Organic Compounds (MVOC))

Schimmel entsteht, wenn Baumaterialien über einen längeren Zeitraum einer sehr hohen Feuchtigkeit ausgesetzt sind und oder Temperaturunterschiede z. B. zwischen Rohrleitungen und deren Umgebungstemperatur bestehen. Der Schimmelpilz sondert sowohl Sporen als auch flüchtige Gase in die Raumluft ab, die zu allergischen Reaktionen, Augenreizungen und Atemwegserkrankungen führen können.

Kaiflex Dämmstoffe sind aufgrund des geschlossenzelligen Kautschuks resistent gegenüber Feuchtigkeit und somit auch beständig gegen Pilze und Bakterien.

Faser- und Feinstäube

Feinstaub und künstliche Mineralfasern (KMF) können über die Atemwege in die Lunge gelangen und Krebs hervorrufen. Als “unbedenklich” eingestufte KMF sind jedoch nicht krebserregend und können bedenkenlos verwendet werden.

Kaiflex Dämmstoffe sind als geschlossenzelliger Dämmstoff grundsätzlich frei von Staub und Fasern.

Schwermetalle

Schwermetalle sind in Organismen nicht abbaubar und können sich in der Nahrungskette anreichern. Abgesehen von Eisen sind alle Schwermetalle mehr oder weniger umwelt- und gesundheitsgefährdend, wobei unterschiedliche Dosis-Wirkungsbeziehungen bestehen. Schwermetalle haben spezifische Wirkung auf Organe und verursachen somit individuelle Krankheitsbilder. (1)

Kaiflex Dämmstoffe sind frei von Schwermetallen (z. B. Cadmium oder Blei).

Legionellen

Legionellen sind Bakterien, die sich in Restwasser in Rohrleitungen, welches über eine längere Zeit nicht zirkuliert, vermehren. Wird das Wasser im Anschluss nicht auf 60 °C erhitzt, werden die Bakterien nicht abgetötet. Gefährlich ist dann nicht das Wasser selbst, sondern der Wasserdampf. Dieser kann eine Legionellose hervorrufen (Lungenentzündung).

Kaiflex Dämmstoffe sorgen für eine gleichbleibende Temperatur in den Rohrleitungen und bieten keinen Nährgrund für Bakterien.

Schall

Lärmbelästigen entstehen aufgrund von nicht ausreichend gedämmten Böden, Wänden, Dächern sowie Rohrleitungen. Die dadurch entstehenden Störgeräusche beeinträchtigen die Konzentration sowie das Wohlbefinden.

Kaiflex Dämmstoffe tragen zu einer Schalldämmung von Rohrleitungen, Luftkanälen sowie technischen Anlagen wie z. B. Klimaanlagen, Heizungen sowie Schaltschränke bei und sorgen für die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen.

(1) www.wecobis.de

 

Dokumentation der Bauprodukte

Für den Nachweis und die lückenlose Dokumentation der Schadstoffarmut von Bauprodukten können von den Herstellern die notwendigen Unterlagen angefordert werden, die bereitgestellt werden müssen, wenn das Bauprodukt in Europa vertrieben wird. Diese beinhalten unter anderem:

  • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung
  • Leistungserklärung
  • Technisches Datenblatt
  • Sicherheitsdatenblatt

Kaimann kommt der Dokumentationspflicht selbstverständlich nach. Die entsprechenden Unterlagen sind in unserem Servicebereich jederzeit abrufbar.

 

Blog für die technische Isolierung